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    Berlin

    Du kannst diesen Artikel auf Deutsch oder Englisch lesen.

    Dieser Artikel enthält spezifische Informationen zur örtlichen Gesetzeslage für alle Gastgeber von Unterkünften in Berlin. Genau wie bei unserem Länderartikel für Deutschland bist du selbst dafür verantwortlich, alle Verpflichtungen, die für dich als Gastgeber gelten, zu prüfen und dich daran zu halten. Dieser Artikel soll ein Ausgangspunkt für dich sein, und du kannst ihn immer wieder zurate ziehen, falls du Fragen hast. Er erhebt jedoch keinen Anspruch auf Vollständigkeit und stellt keine Rechts- oder Steuerberatung dar. Du solltest immer überprüfen, ob die jeweiligen Gesetze und Verfahren noch aktuell sind.

    Einige der Gesetze, die dich betreffen können, sind kompliziert. Wende dich bitte direkt an die Stadt Berlin oder konsultiere eine Beratungsstelle vor Ort, zum Beispiel einen Anwalt oder einen Steuerberater, falls du Fragen hast.

    Auf der Seite Airbnb Citizen erfährst du mehr über Änderungen der Rechtslage für Gastgeber von Kurzzeitaufenthalten in Berlin.

    Vorschriften für Kurzzeitvermietungen

    Berlins Zweckentfremdungsverbot-Gesetz (ZwVbG) ist ein Gesetz, das die Nutzung von Wohnräumen für nicht erlaubte Zwecke verbietet und die Nutzung von Wohnraum regelt. Das Gesetz wurde zuletzt am 1. Mai 2018 überarbeitet und befasst sich explizit mit Homesharing, einschließlich Kurzzeitvermietungen in Berlin.

    Vermietung von Privatzimmern

    Laut dem ZwVbG ist eine Genehmigung für die Anmietung eines Zimmers in deiner Hauptwohnung nicht erforderlich, vorausgesetzt, dass der Anteil dieses Zimmers weniger als 50 % der Gesamtgröße deiner Wohnung beträgt. In diesen Fällen benötigen Gastgeber nach einer Verordnung, die die Nutzung von Wohnräumen für unbefugte Zwecke verbietet, genannt Zweckentfremdungsverbot-Verordnung (ZwVbVO) und gemäß der Website der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen eine kostenlose Mitteilung, um eine Registrierungsnummer beim jeweiligen Bezirksamt zu erhalten.

    Anzeige der Registrierungsnummer

    Seit dem 1. August 2018 muss die Registrierungsnummer bei Angeboten, Inseraten und anderen Werbemaßnahmen für den Wohnraum, insbesondere im Internet, immer öffentlich angezeigt werden. Nach Auffassung von Airbnb erscheint die Gültigkeit der Registrierungspflicht in solchen Fällen zweifelhaft, da sie nicht aus dem ZwVbG, sondern ausschließlich aus dem ZwVbVO stammt. Um in diesem Fall auf der sicheren Seite zu sein, solltest du dich an dein örtliches Bezirksamt wenden oder eine qualifizierte Rechtsberatung in Anspruch nehmen.

    Vermietung des gesamten Wohnsitzes

    Gemäß den Vorschriften müssen Gastgeber eine Genehmigung zur Kurzzeitvermietung eines gesamten Wohnsitzes haben.

    Vermietung des Hauptwohnsitzes

    Dem Gesetz zufolge haben Privatpersonen in der Regel Anspruch auf eine Genehmigung, die es ihnen ermöglicht, ihren Hauptwohnsitz kurzfristig zu vermieten. In dem Gesetz ist nicht festgelegt, wie viele Tage jemand seinen gesamten Hauptwohnsitz an Gäste vermieten darf.

    Vermietung von Zweitwohnsitzen

    Gastgeber können bei ihrem zuständigen Bezirksamt eine Genehmigung beantragen. Mit dieser Genehmigung können sie einen Zweitwohnsitz für bis zu 90 Tage pro Jahr vermieten. Der Gastgeber erhält eine Registrierungsnummer, die seiner Genehmigung beiliegt.

    Anzeige der Registrierungsnummer

    Seit dem 1. August 2018 sind Gastgeber verpflichtet, die Registrierungsnummer in allen Anzeigen oder Inseraten anzuzeigen, die in den Anwendungsbereich des ZwVbG fallen.

    Nicht-Wohnräume

    Die Regelungen im ZwVbG und in der ZwVbVO gelten ausschließlich für Wohnräume. Gewerbliche Räume und andere Nicht-Wohnräume benötigen keine Genehmigungen oder Registrierungen unter dem ZwVbG und ZwVbO. In diesen Fällen können jedoch andere Einschränkungen und Vorschriften gelten.

    Allgemeine Informationen

    Gastgeber können die Antworten auf häufig gestellte Fragen zu Kurzzeitvermietungen in Berlin auf der Website der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen nachlesen. Darüber hinaus kannst du dir auch die Übersicht über Regeln zur Kurzzeitvermietung in Berlin auf der Website der Stadt durchlesen. Dein Bezirksamt sollte dir weitere Informationen geben können, falls du Fragen zum Gesetz oder zum Registrierungsvorgang hast:

    Übernachtungssteuer

    Im Jahr 2013 wurde das Übernachtungsteuergesetz eingeführt, um eine Steuer auf Aufwendungen im Zusammenhang mit einer Übernachtung in Berlin in einer gewerblichen Unterkunftseinrichtung zu erheben. Bitte lies dir dazu auch die offizielle Broschüre des Landes Berlin für eine Übersicht über die Übernachtungssteuer oder die eigene Seite der Stadt zu diesem Thema durch.

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