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    Wie zwei Superhosts das „virtuelle Gastgeben“ umsetzen

    Wie zwei Superhosts das „virtuelle Gastgeben“ umsetzen

    Von per Kurier zugestellten Keksen bis hin zu Videobotschaften: Diese Gastgeber haben kreative Ideen.
    Von Airbnb am 8. Juli 2020
    Lesezeit: 5 Min.
    Aktualisiert am 16. Juli 2020

    Das Wichtigste

    • Zwei Superhosts in Mexiko-Stadt erklären, wie sie ihre Strategie anpassen, um virtuell Gastgeber zu sein.

    • Sie schicken ihren Gästen digitale Versionen ihrer Gäste-Handbücher und Reiseführer sowie weitere Informationen.

    • Beide Gastgeber testen neue Ideen für die räumliche Distanzierung, zum Beispiel personalisierte Video-Grüße und Kekse, die per Kurier zugestellt werden.

    Reisen werden so langsam wieder möglich. Vor diesem Hintergrund überlegen sich viele Gastgeber Strategien, wie sie ihre Gäste am besten willkommen heißen können. Die Dinge, die Gäste – und Gastgeber – brauchen, um sich wohlzufühlen, ändern sich. Daher haben wir mit zwei Superhosts in Mexiko-Stadt gesprochen, um zu verstehen, wie ihre Pläne als Gastgeber für die Zeit nach den Reisebeschränkungen aussehen.

    Superhost Alessandra betreibt „La Palomilla“, ein Bed & Breakfast mit sieben Zimmern im Viertel La Roma, das sie auf Airbnb-Plus inseriert. Etwa sieben Meilen südlich besitzt Superhost Omar zwei farbenfrohe Wohnungen im Szeneviertel Coyoacán, wo Frida Kahlo geboren wurde. Seit die Regierung in der Stadt im März Ausgangsbeschränkungen verhängt hat, hat keiner der beiden Gäste aufgenommen.

    Um sich auf zukünftige Aufenthalte vorzubereiten, haben sie sich damit auseinandergesetzt, wie sie ihre Strategie als Gastgeber an die neue Situation anpassen könnten. Wenn du über dein eigenes Vorgehen nachdenkst, findest du hier acht Ideen, die du in deine Strategie als Gastgeber integrieren könntest:

    Stelle deinen Gästen Check-in-Optionen zur Verfügung – und gib ihnen lieber zu viele als zu wenig Informationen an die Hand

    Wenn Gäste ein Zimmer buchen, nimmt Alessandra Kontakt auf, um zu erfragen, von wo aus sie anreisen und wann sie ankommen. Wenn die Gäste einen eigenständigen Check-in bevorzugen, so Alessandra, „bieten wir den Zugang per Schlüsselcode an“.

    Alessandra möchte weiterhin Airbnb-Nachrichten oder andere Nachrichten-Apps nutzen, um vor und während Aufenthalten mit ihren Gästen zu kommunizieren – mit einer ganz bestimmten Änderung: „Wir werden die Kommunikation per SMS und über die Airbnb-Plattform verstärken, damit unsere Gäste merken, dass wir für sie da sind, und sich niemals im Stich gelassen fühlen“, erklärt sie.

    Tipp: Wenn du deine gespeicherten Nachrichtenvorlagen aktualisierst, kannst du schneller auf die Anfragen von Gästen reagieren.

    Nimm eine persönliche Videobotschaft auf

    Darüber hinaus bietet Omar bereits den eigenständigen Check-in an, möchte jetzt aber auch weitere Möglichkeiten des virtuellen Gastgebens ausprobieren. So möchte er zum Beispiel einen individuellen Video-Gruß aufnehmen, den jeder Gast beim Check-in erhält – etwas in dieser Art: „Herzlich willkommen! Wir sind deine Gastgeber: Omar und meine Frau Silvia. Wir wünschen dir einen tollen Aufenthalt. Uns ist bewusst, dass dies eine schwierige Zeit ist, und wir wissen es wirklich zu schätzen, dich bei uns begrüßen zu dürfen.“

    Kleine Gesten haben große Wirkung – auch ohne persönlichen Kontakt

    Unsere besten Gastgeber wissen, dass es in Bezug auf die Philosophie von Airbnb häufig dazugehört, Gäste bei der Ankunft persönlich zu begrüßen. Sie verstehen aber auch, dass es momentan wichtiger ist, Abstand zu halten. Daher haben Alessandra und Omar neue Wege gefunden, sich bei ihren Gästen zu bedanken. Ein Beispiel: Wenn Gäste ankommen, „überreichen wir ihnen unsere leckeren Kekse nicht im Esszimmer, sondern deponieren sie in ihrem gebuchten Zimmer“, erzählt Alessandra.

    „Früher fand ich es immer toll, Gästen zum Abschied ein Geschenk zu überreichen“, sagt Omar. „Ein Freund von mir backt leckere Kekse aus blauem Mais.“ Omar hat sie bisher immer persönlich überreicht, in der Regel am letzten Tag des Aufenthalts eines Gastes. „Das wird sich nun ein Stück weit ändern“, erklärt er. „Ich werde die Kekse jetzt durch einen Boten oder einen Kurier liefern lassen. Schließlich möchte ich Gästen damit auch weiterhin eine Freude machen.“

    Gib deinen Reiseführer, dein Gäste-Handbuch und andere Informationen digital weiter

    Da Alessandra und Omar die gedruckten Exemplare ihrer Gäste-Handbücher aus ihren Unterkünften entfernt haben, lassen sie ihren Gästen nun digitale Versionen zukommen. „Wenn ich eine Buchung erhalte, schicke ich Gästen sofort den Reiseführer und auch das Gäste-Handbuch“, erklärt Omar.

    Alessandra macht es genauso: „Wir haben ein PDF des Gäste-Handbuchs erstellt, das wir Gästen gleich nach der Buchung schicken.“ Sie hat auch ihre Website bearbeitet, um auf ihre persönlichen Sicherheitsvorkehrungen hinzuweisen, einschließlich der Desinfektion von Zimmerschlüsseln und dem Entfernen überflüssiger Gegenstände wie Dekokissen und Notizblöcken aus den Zimmern. Sobald eine Buchung bei ihr eingeht, „sende ich Gästen den Link zu den COVID-19-Maßnahmen, die wir zur Sicherheit ergreifen“, erzählt sie.

    Stelle statt eines Begrüßungskorbs ein Reinigungsset bereit

    Omar passt seine Gastgeschenke an, um der aktuellen Situation Rechnung zu tragen. „Früher habe ich Gästen einen Begrüßungskorb mit frischem Obst, Schokolade und mexikanischen Süßigkeiten hingestellt“, erzählt er. „Ab sofort bekommt jeder meiner Gäste stattdessen ein Reinigungsset.“ Jedes Set wird „ein paar Masken, ein paar kleine Flaschen Handdesinfektionsmittel, Handschuhe“ und weitere Artikel enthalten.

    Darüber hinaus wird Omar in der Unterkunft eine größere Flasche Handdesinfektionsmittel für Gäste deponieren und sie darüber informieren, wo sie Putzzeug finden können. „Es geht darum, Vertrauen zu schaffen, damit sich Gäste wie zuhause fühlen können“, sagt er. Alessandra stellt im Empfangsbereich sowie in jedem Zimmer und in jedem Badezimmer ebenfalls Handdesinfektionsmittel zur Verfügung.

    Du könntest dein Reinigungsprotokoll aktualisieren und deine Gäste darüber informieren

    Um ihre Räume ordnungsgemäß zu reinigen und zu desinfizieren, lassen Omar und Alessandra zwischen zwei aufeinanderfolgenden Aufenthalten mehr Zeit. „Ich plane, ein Reinigungshandbuch zu erstellen, das vollständig mit dem übereinstimmt, welches Airbnb gerade veröffentlicht hat“, sagt Omar. Alessandra hat sich bereits zur Einhaltung unseres Reinigungsprotokolls verpflichtet, und Omar plant dies ebenfalls.

    Alessandra hat sich außerdem dazu verpflichtet, einen höheren Standard an Sauberkeit aufrechtzuerhalten. „Wir stellen sicher, dass zwischen zwei aufeinanderfolgenden Aufenthalten immer ein ganzer Tag liegt“, so Alessandra, „damit wir das Zimmer vollständig lüften können“, bevor es an die Reinigung und Desinfektion geht.

    Tipp: Wenn du dich zur Einhaltung unseres erweiterten Reinigungsprotokolls verpflichtest, solltest du eine Zusammenfassung der Reinigung für deine Gäste auslegen oder sie ihnen digital zukommen lassen.

    Mach in deinem Reiseführer verschiedene Vorschläge für Unternehmungen an der frischen Luft

    Früher enthielten die Reiseführer von Omar und Alessandra Tipps für Restaurants und Geschäfte sowie weitere Vorschläge, die im Moment leider kaum relevant sind. Alessandra hat ihren Reiseführer deshalb überarbeitet und empfiehlt ihren Gästen darin nun verschiedene Aktivitäten.

    „Wir möchten sie definitiv zu mehr Abenteuern an der frischen Luft ermuntern“, erklärt sie. Sie empfiehlt ihren Gästen, Xochimilco – Alessandra zufolge „das mexikanische Venedig“ – zu besuchen oder zu den Pyramiden zu fahren. Außerdem möchte sie Gäste daran erinnern, immer „ausreichend Handdesinfektionsmittel dabeizuhaben, vielleicht einfach die Flasche aus dem Zimmer mitzunehmen, und stets eine Maske und Handschuhe zu tragen“.

    Omar hat seinen Reiseführer ebenfalls angepasst und Restaurants hinzugefügt, die Abholung und Lieferservice anbieten. Wenn das Essen im Freien wieder möglich ist, wird er auch diese Optionen hinzufügen.

    Mach dir Technologie zunutze

    Omar hat große Pläne in Bezug auf das virtuelle Gastgeben. Da er das ausgedruckte Exemplar seines Gäste-Handbuchs entfernt hat, wird er „die Art und Weise, man sich im WLAN anmeldet, automatisieren“ und QR-Codes für Gäste hinterlegen, damit sie sich automatisch mit dem WLAN verbinden können. Und das ist noch nicht alles: Er möchte „QR-Codes für jedes unserer Ausstattungsmerkmale bereitstellen“.

    Beispielsweise plant er, QR-Codes mit Anweisungen auszudrucken, wie man die Waschmaschine bedient oder das Schlafsofa ausklappt. Er hat sogar vor, einen QR-Code für Gäste zu hinterlegen, mit dem man sein digitales Gäste-Handbuch öffnet.

    Omar und Alessandra sagen beide, dass sie hoffen, dass bei Reisen – und im Alltag – bald wieder Normalität einkehrt. Bis dahin bemühen sie sich nach Kräften, das gleiche hohe Maß an Gastfreundschaft zu bieten, das für sie schon immer selbstverständlich war – nur dass sie momentan dabei eine Maske und Handschuhe tragen.

    „Die Dinge ändern sich“, so Omar. Dennoch ist er als Gastgeber weiterhin positiv eingestellt: „Es ist alles nur eine Frage dessen, wie man mit der Situation umgeht.“

    Die in diesem Artikel enthaltenen Informationen können sich seit der Veröffentlichung geändert haben.

    Das Wichtigste

    • Zwei Superhosts in Mexiko-Stadt erklären, wie sie ihre Strategie anpassen, um virtuell Gastgeber zu sein.

    • Sie schicken ihren Gästen digitale Versionen ihrer Gäste-Handbücher und Reiseführer sowie weitere Informationen.

    • Beide Gastgeber testen neue Ideen für die räumliche Distanzierung, zum Beispiel personalisierte Video-Grüße und Kekse, die per Kurier zugestellt werden.

    Airbnb
    8. Juli 2020
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